Unsere Gemeinden

Seit einer Strukturreform im Jahr 1990 ist das Hertener Stadtgebiet damals in vier evangelische Kirchengemeinden aufgeteilt worden. Die Gemeinde Herten umfasste den Süden und die Stadtmitte bis hinauf auf den Paschenberg, die Stadtteile im Westen bildeten die Gemeinde Westerholt-Bertlich die im Norden die Gemeinde Langenbochum-Scherlebeck, im Osten war und ist die Gemeinde deckungsgleich mit dem Stadtteil Disteln.

Die Gemeinden haben sich im Gemeindeverband Herten zusammengeschlossen, um etwa die Aufgabe "Kindergärten" gemeinsam zu bewältigen.

Ein Ziel - zwei Wege

Ende 2009 machten sich die damals noch 4 Gemeinden auf den Weg "Evangelisch in Herten" zu werden, um unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen in der Stadt erkennbarer, hörbarer, spürbarer zu werden

Viel Gemeinsamkeit...

Seither sind die Gemeinden, sind die Menschen aus den Gemeinden einander deutlich näher gekommen. Die Gemeinden haben die Gottesdienstzeiten aufeinander abgestimmt und feiern im Jahr mehrere Gottesdienste gemeinsam. Die gegenseitige Vertretung der Pfarrerinnen und Pfarrer klappt gut. Der gemeinsame Gemeindebrief und die Information über das Internet, das Gemeindefest 2016, Segelfreizeiten, Jugendgottesdienste, das Tauffest 2015 sind positive Aushängeschilder von „Evangelisch in Herten“ geworden.

... aber auch Unterschiede

Es zeigte sich aber auch, dass die damaligen vier Gemeinden sich seit der letzten Strukturreform im Jahr 1990 durchaus eigenständig entwickelt haben. Sie sind unterschiedlich schnell und mit verschiedenen Belastungen auf dem Weg: Während die Kirchengemeinde Disteln ohne innere Grenzen mit einer Predigtstätte in einem Stadtteil präsent ist, umfasst die inzwischen andere Christus-Kirchengemeinde mehrere Stadtteile und mehrere Predigtstätten, hat ihre Arbeit lange in der prägenden Struktur von Gemeindebezirken rund um den jeweiligen Kirchturm geleistet.

Zwei Gemeinden

„Evangelisch in Herten“ heißt momentan, wir leben in Herten zwei Gemeindemodelle:

die größere Christus-Kirchengemeinde Herten sowie eine kleinere Gemeinde Herten-Disteln.

Beide Gemeinden werden wie gewohnt gut kooperieren und im Gespräch bleiben, um Aufgaben gemeinsam zu erfüllen, wie etwa das Angebot der fünf evangelischen Kindergärten in Herten. Es wird auch in Zukunft gemeinsame Gottesdienste und andere Veranstaltungen geben, in denen sich die Gemeinden begegnen.

Ansprechpartner sein

Vor allem aber soll auch in Zukunft jeder Hilfesuchende in den Gemeinden einen Ansprechpartner für seine Sorgen und Nöte finden. Die Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterinnen und Presbyter wollen weiter daran arbeiten, dass „Evangelisch in Herten“ eine Marke bleibt und wird, die für Seelsorge, Nächstenliebe und soziales Engagement steht. Und diese Kirche wird sich auch in Zukunft einmischen, wenn es gilt, auf Ungerechtigkeit und Missstände hinzuweisen - in Herten und anderswo.